Atemtherapie unterstützt
Selbstvertrauen und Gelassenheit
eine gute Körperempfindung
die eigene Präsenz
die eigene Entwicklung
einen kreativen Ausdruck
Vertrauen in das Auf und Ab des Lebens, sich davon berühren und wandeln zu lassen
Atemtherapie hilft bei
Stress und starker Anspannung
psychosomatischen Beschwerden
Burnout
Herz-Kreislauf Beschwerden
Begleiterscheinungen von diversen Krebserkrankungen
chronischen Schmerzen
Polyneuropathien
Trauer und Freudlosigkeit
Depression
Über den Atem
Das Zwerchfell, unser wichtigster Atemmuskel, wurde in der Antike als der Sitz von Herz, Geist, Mut und Verstand angesehen. Atman, im indischen Sanskrit ursprünglich Lebenshauch/Atem, wird häufig als Seele übersetzt. In der fernöstlichen Philosophie und Medizin ist Qi (Atem oder Luft) die universelle Lebensenergie, die alle Lebewesen durchdringt, die unsichtbare Kraft, die alle physichen und geistigen Prozesse antreibt und Leben überhaupt erst ermöglicht.
In unserer modernen Psychosomatik wird das Zwerchfell als Seelenmuskel bezeichnet.
Unser Atem ist ein ganzheitliches Spiegelbild unserer momentanen leiblich - seelischen Verfassung.
Wie zeigt sich unser Atem?
Unser Atem ist in das vegetative Nervensystem eingebettet, dem Parasympathikus zugeordnet und reagiert normalerweise unbewusst. Wir atmen, ohne dass wir dies merken. Dabei reagiert unser Atem äußerst sensibel auf jeden Eindruck von innen und außen. Wie ein Seismograph nimmt er unsere Empfindungen, Gefühle, und Gedanken wahr. Er äußert sich, indem er uns durchströmt, wenn wir z.B. sehr glücklich sind, zurückgezogen, wenn wir ängstlich sind, starr und klein, wenn wir Stress erleben usw.
Atmen kann jede und tut jeder. Nur oft eingeschränkt, verkrampft, angespannt, mechanisch, nicht frei und lebendig. Unsere Biographie, unsere Art, wie wir leben, die Welt in der wir leben, hat uns und unseren Atem geprägt. Wir können häufig nicht mehr frei auf die Möglichkeiten und Anforderungen, die sich uns stellen, unserem Potential und unseren Kräften entsprechend, antworten und gestalten. Das zeigt sich in unserem Atem.
Der erfahrbare Atem – ein Entwicklungsweg
„Wir lassen den Atem kommen, wir lassen ihn gehen und warten, bis er von selber wiederkommt.“ Ilse Middendorf
In der Atemarbeit nach Middendorf üben wir uns darin, den eigenen, unwillkürlichen Atem bewusst geschehen zu lassen. Dabei helfen uns einfache, körperliche Anregungen, organische Bewegungen oder auch das Tönen von Vokalen. Wir praktizieren innerlich anwesend - ohne Leistungsdruck. Der Atem bekommt Raum, sich frei zu entfalten, entwickelt unterschiedliche Qualitäten sowie Leichtigkeit und Tiefe. Diese neue Atemerfahrung kann uns auf vielfältige Art körperlich und seelisch erreichen. Wenn wir uns mehr spüren, entdecken wir, was unseren natürlichen Atemfluss behindert und was hilft, ihn zuzulassen. Atem geschieht von selbst, wenn ich mit mir, und dem was ich tue, im Einklang bin. Der “Erfahrbare Atem” (Middendorf) wird zum Schutzfaktor und Wegweiser. Er stärkt das eigene Kohärenzgefühl. Atemarbeit nach Middendorf hat somit einen salutogenetschen (Antonovsky) Ansatz.
„Sich des Atems bewusst zu werden, ist eine Möglichkeit, im jeweiligen Augenblick anzukommen.“
Thich Nat Hanh
„Auf dem Weg nach Innen, im Anschluss an den Atem, findet der Mensch wieder zu seinem Aller-Eigensten, zu seinem Wesen.“
Herta Richter
„Es atmet der Mensch – nicht das Zwerchfell, nicht die Lunge, nicht der Bauch! Es atmet der Mensch!“
Karlfried Graf Dürkheim
Angebote zum Atmen und Spüren
Atemtherapie um …
meinen Atem zuzulassen
meinen Parasympathikus (Ruhenerv) zu stärken
mich mehr zu spüren und zu verbinden
körperliche und seelische Einschränkungen zu erkennen und auszugleichen
meine Ressourcen zu erleben
meinen eigenen Rhythmus zu finden
mich frei zu entfalten
einen neuen Fokus setzen zu können
Erstgespräch
In einem ersten Gespräch klären wir gemeinsam Ihre Bedürfnisse. Dazu zeige ich Ihnen einen möglichen atemtherapeutischen Weg der Zusammenarbeit auf.
Einzelstunden
Hier unterstütze ich Sie dabei, durch kleine manuelle Interventionen, eine größere Spürfähigkeit zu entwickeln, damit Sie Ihren Atem leichter zulassen und entfalten können. Dadurch wächst mit der Zeit größere Gelassenheit und ein flexibler, tieferer Atem, ein „bei sich sein“.
In der Einzelstunde können Sie bekleidet auf der Behandlungsliege liegen, aber auch angeleitetes Praktizieren im Sitzen, Stehen und Gehen ist möglich.
Gruppenstunden
In Gruppenstunden begleite ich Sie verbal bei gemeinsamen Bewegungs- und Spür-Versuchen. Diese können im Sitzen, Stehen, Gehen oder Liegen praktiziert werden. Auch hier geht es darum, den eigenen Atem in seiner vielfältigen Qualität zu erfahren, sowie dessen Rhythmus und Tiefe zu erleben. Die entsprechenden Zusammenhänge werden nach und nach erkennbarer.
Die Atemsession am Arbeitsplatz
Ob einfach nur zur besseren Regeneration, für mehr Selbstwirksamkeit, zur Gesundheitsvorsorge etc… Ich biete unterschiedliche Formate für Ihre Bedürfnisse an. Alles Weitere besprechen wir persönlich. Nehmen Sie gern Kontakt mit mir auf.
Zoom Stunden
Auf Anfrage biete ich Atemstunden per Zoom an. Diese verlaufen ähnlich wie die Gruppenstunden, indem ich verbal zum Spüren bzw. zur Bewegung anleite, die den Atem vertieft und erfahrbar macht.
Atmen im Grünen
Ab April gibt es regelmäßig an unterschiedlichen Orten in Berlin Atem & Bewegungsstunden im Freien.
Sonntags von 9.00 bis 10.30 Uhr
Atmen im Permakulturgarten
Wie in der Permakultur möchten wir in der Atemarbeit natürliches Wachstum fördern, damit sich unser Atem frei entfalten kann. Atem entwickelt sich durch Spüren nach innen und außen. Ein Tisch zum gemeinsamen Frühstück mit Produkten aus dem Garten ist für danach reserviert.
Ort: Cafe Botanico, Garten, Richardstraße 100, www.cafe-botanico.de
Zeit: 12. Juli, 10.15 - 12.15
Preis: 20.00 ermäßigt 15.00
Anmeldung: anne.de.weerth@gmail.com
(Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt)
Mein Weg
Geboren am 6. August 1959 in Baden-Baden
1979 - 1983 Studium der Sozialarbeit in Köln, Abschluss Diplom
1984 Anerkennungsjahr in der Psychiatrie, Rheinische Landesklinik Köln, staatliche Anerkennung
1987 - 1990 Ausbildung zur Atemtherapeutin am „Institut Professor Ilse Middendorf“, Berlin
Seit 1990 tätig als Atemtherapeutin in freier Praxis in Berlin
Seit 1990 Atemarbeit für verschiedene Bildungsträger u.a. VHS
1990 - 2010 außerdem Tätigkeit als Sozialarbeiterin in der Jugendhilfe
2011 - 2013 Arbeit als Friedensfachkraft für die GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit): Konzeption und Anleitung einer zweijährigen Weiterbildung „Stärkung von Resilienz“ mit Schwerpunkt Körperarbeit für Multiplikatorinnen in den Palästinensischen Gebieten (Westbank und Gaza) mit Praxistransfer und anschließender Supervision der Multiplikatorinnen
2014/15 freiberufliche Beratungstätigkeit für die GIZ in Gaza Schwerpunkt: Umgang mit den psychosozialen Folgen des Gaza Krieges 2014
2020 Atemarbeit im Hospiz
2021 - 2025 Atemarbeit mit Menschen mit psychischen Erkrankungen im Betreuten Einzelwohnen
Meine Erfahrungen als Atemtherapeutin
in der Westbank und Gaza
Von 2011 bis Ende 2013 entwickelte, implementierte und supervidierte ich eine zweijährige Fortbildung zur Stärkung von Resilienz für Frauen aus psychosozialen Berufen in den palästinensischen Gebieten (Westbank und Gaza). Der Schwerpunkt dieser Fortbildung war Körperarbeit. Ich war überrascht und erfreut, wie förderlich die hierbei gemachten neuen Erfahrungen für uns alle waren und welche anderen Sichtweisen auf sich selbst und das Umfeld entstehen konnten. Viele Frauen berichteten außerdem, dass ihre psychosomatischen Probleme wie Kopf- und Magenschmerzen nachgelassen und Schlafprobleme sich verbessert hätten. Sie verspürten mehr Lebensfreude und Energie und erlebten Selbstwirksamkeit dadurch, dass sie mit Hilfe einfacher Spür-Übungen selber etwas zur Verbesserung ihres Lebensgefühls beitragen konnten.
mit Krebs Patienten
Polyneuropathien als Nebenwirkung von Strahlentherapie, große körperliche Veränderungen durch entsprechende OPs und die seelischen Reaktionen wie Minderwertigkeitsgefühle, Selbstzweifel oder auch eine gewisse Lebensmüdigkeit sind Gründe, warum Krebspatienten mich aufsuchen. Den versehrten Körper durch meine spürenden Hände wieder angenehm empfinden zu können, ist oft die erste Überraschung, die Patienten in einer Einzelbehandlung bei mir machen. Die Erfahrung ihrer eigenen Atembewegung kann verbinden mit größerer Lebensfreude und dem Gefühl von Lebendigkeit.
Bei den genannten entsteht mehr Wohlgefühl, weg von der Fixierung auf körperliches oder seelisches Schmerzempfinden.
mit palliativ Erkrankten
Für sie kann das Erleben des eigenen Atems entlastend und stabilisierend wirken. Ich schätze den echten, ehrlichen Kontakt, der ganz besonders in dieser letzten, begrenzten Lebenszeit möglich wird, wo vieles von der Fassade, die wir Menschen uns aufgebaut haben, wegfällt.
mit Dementen
Demente Menschen kann ich oft sehr gut über ihre Atembewegung ansprechen, wenn ich ihnen die nötige Zeit dafür lasse. Das einfühlsame Erspüren und Begleiten des Atems durch meine Hände bewirkt Entspannung und Erleichterung. Der Atem wird voller und weniger mechanisch bzw. persönlicher. Wir haben ein nonverbales, lebendiges Gespräch miteinander.
Ich empfinde den Atem als ein wunderbares Instrument. Er steht uns überall und jederzeit zur Verfügung und macht uns spürsamer für uns selbst, unsere Mitmenschen und unsere Umwelt.
Wir erleben Verbindung.
In diesem Sinne arbeite ich gern mit den unterschiedlichsten Menschen zusammen.
Kontakt
anne.de.weerth@gmail.com
+49 (0)176 545 222 41